Fazit & Fotos der TrailGames in Brilon

von Thomas Schlecking

Bei den TrailGames starteten die Zweier-Teams in kleinen Gruppen gemeinsam auf die Strecke. Erst beim Briefing vor dem Start wurde verraten, welche Aufgaben unterwegs zu bewältigen waren. Gleich für die erste Stage (also Sonderprüfung) stand der Modus "need to repeat" an. Hier mussten beide Teilnehmer jeder für sich möglichst zweimal die gleiche Zeit auf einem Trail fahren. Und das natürlich ohne die Zeit vom ersten Durchgang zu kennen.
Anschließend ging es zum höchsten Punkt der Strecke, zum Bilstein-Downhill. Hier stand der Modus "Flow Brother" an: Beide Fahrer im Team waren aufgefordert, die gleiche Zeit zu fahren … aber ohne sich dabei zu sehen. Nicht ganz einfach, wie sich später bei der Auswertung im Ziel heraus stellte.

Eine der schwierigsten Aufgabe wartete auf Stage 3: "Catch the time" stellte die Anforderung, aus drei Zeiten eine passende auszuwählen und diese auf dem rund 600 Meter langen Trail möglichst genau zu erreichen. Schon bei Le-Mans-Start schallten hier die Anfeuerungsrufe durch den Wald...Die vierte Prüfung war ein Brettspiel in Feld und Wald – das "Trail Scrabble": Bei Fahrer mussten in einer Maximalzeit eine Anzahl von Buchstaben auf dem Trail erkennen und daraus dann das richtige Lösungswort bilden. Nicht alle kamen so am Ende auf das "Sauerland". So war das eine oder andere Team noch grübelnd zur nächsten Stage unterwegs, vermutlich dabei auch überlegend, wie man wohl das rohe Ei am Lenker befestigen könnte, das bei der Aufgabe "Safety Ride" über gut einen Kilometer ins Ziel zu fahren war. Die Zeit lief hier schon beim basteln – also musste die richtige Taktik aus zügigem Basteln und sicherem Fahren oder sicherem Basteln und zügigen Fahren gewählt werden. Das gelang aber recht vielen Teams, so dass sich die Anzahl von Spiegeleiern auf dem Trail in Grenzen hielt.
Noch ein Anstieg, dann durfte auf der letzten Stage zum Schluss nochmal Gas geben werden: Beim Modus "Enduro Team" ging es um eine schnelle Zeit – aber die Zeit des langsameren Fahrers kam in die Wertung. Somit war auch diese Stage am besten im Teamwork zu bewältigen.

Spannung dann bei der Auswertung im Ziel: Der Quittungszettel von SPORTident warf zunächst nur reine Zeiten aus, die in einer aufwändigen Prozedur zueinander in Relation und mit Punkten versehen werden mussten. Das dauerte ein bisschen seine Zeit, in der Zwischenzeit gab es jedoch Herzhaftes und Süßes in Form von Bratwurst und Kuchen, um schnell zu regenerieren.
Zugegeben: Das eine oder andere "Game" der TrailGames erschließt sich nicht auf den ersten Blick. Wer aber in die Gesichter der Teilnehmer am Ende der Stages blickte oder dann im Ziel, der konnte sofort erkennen: Das hat allen Riesen-Spaß gemacht. Und es spielt dabei auch keine Rolle, ob ein Team mit oder ohne E-Bike unterwegs war. Gewertet wurde am Ende in vier verschiedenen Klassen – zweimal für die Biker mit "normalen" Rädern und zweimal für die E-Biker. Die jeweils besten drei Teams in den Klassen erhielten dann bei der Siegerehrung ihre Trophäen: typische Schiefertafeln aus der Region und wertvolle Sachpreise.

Ergebnisse der TrailGames Brilon, 13. Mai 2018:

Ergebnisse Duo Men

Ergebnisse Duo Women & Mixed

Ergebnisse E-Duo Men

Ergebnisse E-Duo Mixed

Einzelergebnisse (reine Zeiten) aller Teilnehmer

 

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